Wieder da. Und der Trip nach Vietnam hat wirklich das gehalten was er versprochen hat: Einen Einblick in asiatische Traditionen und das wahre Leben in der über sechs Millionen Einwohner zählenden Stadt Ho Chi Minh City. Angekommen am Flughafen wurden wir von Esthers Dad und ihrem Onkel mit Mopeds abgeholt.
Mopeds sind dort das Fortbewegungsmittel schlecht hin. Autos können sich nur wenige leisten. Gefahren wird jedoch nicht geordnet hinterheinander, sondern kreuz und quer.. und wenn man abbiegt, fährt man einfach mal in den Gegenverkehr und schlängelt sich durch..
In dem Viertel wo Esthers Family wohnt und auch in fast allen anderen Stadtteilen gibt es so gut wie keine weißen. Wenn man dann noch mit Abstand größer ist als alle anderen, fällt man ein wenig auf. Meistens sind die Leute jedoch sehr freundlich zu einem. Ich habe fast durchgängig positive Erfahrung gemacht!
Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht zu sehen. Und die wenigen die es gab, und die sich hauptsächlich mit dem Vietnamkrieg beschäftigen, haben wir komplett ausgelassen. Im Touristennstadtteil Saigon waren wir nur sehr kurz. Wir haben also in der Zeit dort einfach das alltägliche Leben der Vietnamesen mitgelebt: Vor allem bestand das aus Essen und trinken. Alle paar Stunden sind wir in eines der vielen Straßenrestaurants gegangen. Dazwischen sind wir in Cafés abgetaucht. Abends im Club.
Die meiste Zeit waren wir mit Freunden von Esthers Onkel unterwegs. Da ich weder Kantonesisch noch Vietnamesisch spreche, war es entsprechend unmöglich Gespräche zu verfolgen. Ich habe mich dann also meist vornehm zurück gehalten. Englisch sprechen nur die wenigsten. Aber mit einigen konnte ich mich dann doch unterhalten..
“Pläne sind dazu da um sie zu ändern.” Auch das war ein Motto mit dem wir in diesen Tagen leben mussten. Kein Plan hielt länger als ein paar Minuten stand.. So sind wir statt in die eine Bar zu gehen in eine andere gefahrn, statt hier zu essen haben wir dort gegessen, statt was trinken zu gehen sind wir in einen Club gegangen.. So ging es jeden und den ganzen Tag.. Jeder Tag war so unvorhersehbar. Da wir nicht selber Moped fahren wollten, waren wir sehr abhängig von unseren Fahrern was diese Unplanbarkeit verschärfte. Aber da wir eh keinen Plan hatten, hat das auch durchaus Spaß gemacht. Man ist eigentlich nie dort angekommen wo man hinfahren wollte als es los ging.
Interessant war auch das Leben im Haus der Familie zu sehen. Die Oma und einige Onkels und Tanten leben zusammen unter einem Dach unter, für deutsche Verhältnisse, unüblichen und einfachen Bedingungen.
Die Eindrücke von Vietnam waren sehr vielfältig und vor allem durch die Unterschiede im kulturellen und armutsbedingten Bereichen geprägt. Es war wirklich toll durch die Einheimischen diesen für Touristen unüblichen Eindruck zu bekommen!
Bilder gibt’s in der Galerie.